stampe.gif (5287 Byte)

Die Stampe S V. 4 wurde 1933 von den Belgiern Jean Stampe und Maurice Vertongen konstruiert und ab Ende des zweiten Weltkrieges von den Franzosen in Lizenz gebaut.  

Unsere Stampen (6 Stück sind es jetzt) sind alle Baujahr 1946/1947 und wurden von Vereinen und dem französischen Militär als Schulflugzeug und Kunstflugtrainer eingesetzt. Sie werden von einem Original Renault Motor (ca. 140 PS) angetrieben. Alle haben, wie auch die Tiger Moth, einen Holzpropeller (z.T. Merville 745), so daß sie auf eine Reisegeschwindigkeit von ca. 150 km/h kommen.

 

Stampe S.V. 4C D-EBUT (Werk-Nr.: 304)

 

Im August 1946 wurde die heutige D-EBUT gebaut und 5 Monate später, im Januar 1947, mit dem Kennzeichen F-BCLD an den Aeroclub de Bassilac verkauft. 5 Jahre später erhielt sie einen neuen Motor vom Typ Renault 4PO 3, der auch heute noch in der D-EBUT problemlos läuft. In der Zeit von 1968 bis 1978 war die F-BCLD dann stillgelegt und wurde Ende 1978 nach Deutschland verkauft. Bis 1982 wurde sie von ihren Besitzern aus Winzeln-Schramberg geflogen und war hauptsächlich in Bonn stationiert. 1983 wurde die Maschine dann von Hans und Jürgen Altendeitering gekauft und nach Nordhorn-Lingen überführt. Nach der Tiger-Moth, die damals hauptsächlich von Jürgen Altendeitering geflogen und gewartet wurde, war die D-EBUT der zweite Doppeldecker, der in Klausheide stationiert wurde. Durch diese beiden Maschinen wurde damals die Begeisterung für alte Flugzeuge in Klausheide geweckt und der Grundstein zu der heutigen Doppeldeckerflotte gelegt.

 

Stampe S.V. 4C D-ERDA (Werk-Nr.: 599)

  

Die "Derda" wurde im Mai 1947 gebaut und flog in Frankreich mit dem Kennzeichen F-BDET bei verschiedenen Aero Clubs. Über Louhans-Tournus, Montelimar und Laon kam sie 1969 nach Laval, wo sie von dem Privatpiloten Michael Coutard nach einer Ruhezeit von 1966-1969 wieder in Betrieb genommen wurde. 1977 wurde sie dann nach Deutschland verkauft und erhielt das Kennzeichen D-EOWS. Anfang der achtziger Jahre stand sie in Mönchengladbach, wo sie in einer Hallenecke etwa 10 Jahre lang einen "Dornröschenschlaf" hielt. 1990 wurde sie von dem Maschinenbauingenieur Michael Krüp und seiner Frau Simone entdeckt, die einen langen, kalten Winter brauchten, um das Flugzeug wieder in einen flugfähigen Zustand zu versetzen. Dann war es endlich soweit, als D-ERDA konnte die Stampe mit einer vorläufigen Verkehrszulassung nach Nordhorn-Lingen überführt werden. Aber auch hier kam noch viel Arbeit auf die Piloten zu. Während der 10 Jahre Pause in dem Hangar hatten viele Mäuse eine neue Heimat gefunden, weshalb ein Großteil der Bespannung erneuert werden mußte. Durch eine neue Lackierung erhielt das Flugzeug dann ein schönes "make up" und erstrahlt nun wieder in seinen Originalfarben.

 

Stampe S.V. 4C D-EDCK (Werk-Nr.: 540)

  

Im Februar 1947 gebaut, wurde unsere Stampe im Juni 1947 mit dem Kennzeichen F-BDCK als Schulflugzeug an den Aero Club de Cognac ausgeliefert. Über mehrere Stationen in Frankreich (Arcachon, La Roche-sur-Yon und Dieuze), gelangte sie 1978 nach Stadtlohn-Wenningfeld zu Michael Schoppmann. Da dieser Oldtimer-Fan nach dem Kauf des Flugzeuges nicht mehr dazu kam einen Flugschein zu machen, wurde die D-EDCK in dieser Zeit leider nur wenig geflogen.

Im Jahr 1993 gelang es den beiden Berufspiloten Frank Heggemann und Christoph Talle nach langen und zähen Verhandlungen Michael Schoppmann davon zu überzeugen, daß die Stampe in Klausheide ein gutes Leben unter "Ihresgleichen" habe, und verwirklichten damit ihren Traum vom eigenen Doppeldecker. Im Januar 1994 wurde die "CK" dann von Michael Krüp und Christoph Talle bei bitterer Kälte nach Nordhorn-Lingen überführt. Im Winter 1994/1995 wurde eine Überholung an dem Flugzeug vorgenommen, so daß sie jetzt in neuem Glanz auf Flugtagen vorgeführt wird.

Daß diese Oldtimer noch lange nicht zum "alten Eisen" gehören zeigt die Tatsache, daß Christoph Talle im August 1996 auf dem Flugplatz Angers in Frankreich an einem Kunstflug-wettbewerb teilgenommen hat, an dem ausschließlich Stampen teilnehmen durften (16 Stampen - 21 Piloten).

 

Stampe S.V. 4C D-EFPS (Werk-Nr.: 415)

  

Gebaut wurde die heutige D-EFPS im November 1946. Sie wurde aber erst 9 Monate später, am 05.08.1947 an den Aeroclub de La Charite in Nevers ausgeliefert und erhielt das französische Kennzeichen F-BCQY. Bis 1980 hatte die Maschine dann in Frankreich 6 verschiedene Besitzer, bevor sie Ende 1980 nach Deutschland verkauft wurde, wo sie ihr heutiges Kennzeichen D-EFPS erhielt. Am 11.06.1984 wurde die "PS" bei einer mißglückten Landung stark beschädigt und anschließend grundüberholt. Hierbei ließen sich die damaligen Besitzer viel Zeit, so daß die Maschine erst nach 8 Jahren, am 06.04.1992 wieder flugfertig war. 2 Jahre später war es dann wieder ein Landeunfall, bei dem das Flugzeug zerstört wurde. Im Juli 1994 kauften dann Michael und Simone Krüp den Bruch auf, da sie den unbeschädigten Motor dringend für ihre D-ERDA benötigten. Dem verbleibenden Rest des Flugzeuges war das Ende als Ersatzteillager zugedacht. Nach langen Überlegungen und gutem Zureden von Freunden wurde dann allerdings im Winter 1994 mit dem Wiederaufbau des Flugzeuges begonnen. Fast auf den Tag genau nach 2 Jahren und unzähligen Arbeitsstunden war es dann am 07.07.1996 soweit und die D-EFPS machte ihren dritten Jungfernflug. Im Frühjahr 2001 wechselte Sie dann noch einmal den Besitzer: Gabi Wilke und Christof Walter übernahmen die D-EFPS....... ....HURRRAAAAA.

 

Stampe S.V. 4C D-EROB (Werk-Nr.: 151)

  

Gebaut wurde die heutige D-EROB im April 1946 mit einem Renault 4PO 3 Motor und erhielt bei der Auslieferung das französische Kennzeichen F-BNDI. Nach der Auslieferung wurde sie der C.E.V. in Bretigny zugewiesen, die das Flugzeug 19 Jahre später im Mai 1965 nach Villacoublay verkaufte. Hier wurde sie allerdings nur 5 Monate geflogen und im Oktober nach Dierre weiterverkauft. Noch im selben Jahr wurde die Maschine mit einem Kunstflugtriebwerk vom Typ 4PO 5 ausgerüstet. 1973 wurde die F-BNDI nach Langres verkauft, wo sie 5 Jahre später stillgelegt und abgemeldet wurde.

Ein Jahr später wurde das Flugzeug von einem Münchener Piloten übernommen und nach Deutschland überführt. Hier erhielt sie bei der Zulassung das deutsche Kennzeichen D-ECDI. Im Jahr 1982 wurde die Stampe wiederum verkauft und von einem Piloten aus Manching übernommen. Bei einem Absturz im Mai 1989 wurde die D-ECDI dann fast vollständig zerstört. Die Überreste des Flugzeugs wurden vom Luftfahrttechnischen Betrieb "Roland Rigling - Historische Flugzeuge" erworben und wieder aufgebaut. Im März 1995 kauften Thomas Bette und Herbert Otten die im Rohbau wieder hergestellte Stampe und überführten die Einzelteile in einem Möbelwagen nach Nordhorn-Lingen. Ein weiteres Jahr mit unzähligen Arbeitsstunden wurde von den Piloten dann noch benötigt, bis die neu zugelassene Stampe mit dem Kennzeichen D-EROB am 10.04.1996 erneut zu ihrem Erstflug starten konnte.

 

Stampe S.V. 4C D-EODN (Werk-Nr.: 113)

 

Gebaut im März 1946 und ausgrüstet mit einem Renault 4P01 Motor diente sie zunächst als Anfangstrainer bei der Armee de l`Air. Im Februar 1947 wurde sie unter dem zivilen Kennzeichen F-BCFY an den Aero Club Arc en Ciel in Villeneuve St George verkauft. Über zwei weitere Stationen gelangte sie 1955 in den Besitz des Aero Clubs Sadi-Leconte in Lognes, wo sie 1956 einen 4P05 Motor erhielt, der im Kunstflug längere Rückenflüge erlaubte. 1970 wurde dann der heute noch in diesem Flugzeug befindliche 4P03 Motor eingebaut.1972 wurde sie nach Regensburg verkauft und dort als D-EODN zugelassen. Von Ihrem dortigen Besitzer R. Renner wurde sie bis 1978 geflogen, wobei sie im Sommer 1975 bei Dreharbeiten zu dem Fliegerfilm " Berlinger ", der zum großen Teil auf dem Flugplatz von Oberschleißheim gedreht wurde, eingesetzt war.Über Beilngries ( Ab Frühjahr 1978, hier kam es bei einem Ausflug nach Frankreich in Cham zu einem Unfall, der einen langwierigen, bis 1983 dauernden Neuaufbau nötig machte.) gelangte sie 1989 in den Besitz des Odtimerfans Hans Eberhard, der sie auf dem Flugplatz Vilshofen stationierte.Von 1992 bis 1998 war das Flugzeug stillgelegt. In dieser Zeit (1995 bis 1997) wurde der Motor grundüberholt. Im Sommer 1998 entschloß sich H. Eberhard, das Flugzeug aus Zeitmangel zu verkaufen. Nach langen Verhandlungen, die von Frank Heggemann und Klaus Fehrenbacher geführt wurden, gelangte sie in den Besitz von Anja Heggemann, Achim Dowengerds und Benjamin Rumpf. Sie paßt wunderbar in unsere Flotte

 

© 2001-2003 US